Mapping NRW - Materialströme
Materialströme von Werkstoffen erfassen, WiSe 2025/26
Die Wahlpflichtreihe „mappingNRW - Materialströme“ untersucht Rohstoffressourcen in Nordrhein-Westfalen und deren Verwendungsmöglichkeiten im Bauwesen. Zusammen mit dem WPF „mappingNRW – Regionale Bauweisen“ ist es ein Teil des FREIRAUM 2025-Projektes „mappingNRW – Baustoffe, Baukonstruktion, Baukultur“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Wechselwirkung zwischen regional verfügbaren Baustoffen und der Entwicklung lokaler Baukultur. Die Ergebnisse dienen sowohl als Grundlage für das forschende Entwerfen als auch für die langfristige Integration in die Baukonstruktionslehre und leisten darüber hinaus einen Beitrag zur Etablierung einer baukulturell fundierten, ressourcenschonenden Architektur, die regionale Besonderheiten in zukunftsweisende Bauweisen überführt.
Woher stammen die Materialien unserer Bauten? Während sich die Herkunft mancher Baustoffe leicht nachverfolgen lässt, sind andere Teil globalisierter Materialströme mit komplexen und oft intransparenten Lieferketten. Der Weltmarkt hat eine räumliche Trennung von Gewinnung, Verarbeitung und Verwendung hervorgebracht: Abbaugebiete und Baustellen liegen vielfach weit auseinander. Geringe Transportkosten und ausgelagerte Verarbeitung begünstigen, dass selbst lokal verfügbare Ressourcen durch weit gereiste Produkte ersetzt werden. Materialströme verlieren dadurch zunehmend den Bezug zu ihrem Ursprung. Angesichts knapper werdender Ressourcen und der Transformation hin zu klimaneutralem Bauen ist eine Rückbesinnung auf regionale Rohstoffe und Bauweisen von zentraler Bedeutung.



